Mammographie-Screening: offene Fragen

Mammographie-Screening in Baden-Württemberg: offene Fragen

Die Ärztinnen der ProFamilia informieren

Am 28. Juni 2002 hat der Bundestag die Einführung eines qualitätsgesicherten bundesweiten Mammographie-Screening-Programms, d.h. einer flächendeckenden Röntgen-Reihenuntersuchung der Brust für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren beschlossen. Der Bundestag entsprach damit den Empfehlungen des Rates der Europäischen Union zur Früherkennung von Brustkrebs nach Europäischen Leitlinien. Die Untersuchung ist für diese Gruppe von Frauen kostenlos und soll alle 2 Jahre wiederholt werden. - Für Baden-Württemberg wird eine flächendeckende Umsetzung der Mammographie-Reihenuntersuchung Anfang 2007 erwartet.

Ziel des bundesweiten Mammographie-Screening-Progamms ist es, sehr kleine Krebsherde und Krebsvorstufen zu diagnostizieren, damit die Heilungschancen zu verbessern und die Sterblichkeit an Brustkrebs zu senken. Gleichzeitig sollen die bundesweit geltenden Maßnahmen der Qualitätssicherung einen besonders hohen Standard der Untersuchung und Auswertung gewährleisten.

Ob diese Ziele erreicht werden können, wird von den Fachgruppen weiterhin kontrovers diskutiert und statistische Angaben zu Nutzen und Risiko differieren oft sehr.

Das irritiert viele Frauen.

Vielen Frauen ist auch nicht klar, ob Ihnen die Mammographie-Reihenuntersuchung einen individuellen Nutzen oder eher Nachteile bringt. Andere Frauen wiederum begrüßen das Mammographie-Screening, da sie jetzt Zugang zu noch besseren Röntgengeräten sowie einer qualifizierteren Begutachtung haben und die Kosten für die Mammographie nicht mehr selbst tragen müssen.

Vielfach wird das Mammographie-Screening auch mit „Krebsvorsorge“ verwechselt. – Die Mammographie verhindert eine Erkrankung an Brustkrebs nicht, sondern ist Teil eines Früherkennungsprogrammes .

Nach schriftlicher Einladung zum Mammographie-Screening (inkl. Fragebogen zur Krankenvorgeschichte und Aufklärungsbogen) wird die Aufnahme durch eine Röntgenassistentin durchgeführt, ein Arztkontakt zur Klärung offener Fragen ist nicht vorgesehen. Die Begutachtung der Bilder nehmen dann zwei besonders geschulte Ärzte vor, und innerhalb von 14 Tagen erhält die Frau ein Ergebnis.

Bei vielen Frauen bleiben daher Fragen offen:

  • Wie läuft die Mammographie-Reihenuntersuchung genau ab?
  • Wie hoch ist die Strahlenbelastung?
  • Gibt es auch andere Untersuchungsmöglichkeiten wie z.B. Ultraschall?
  • Warum werden nur Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eingeladen?
  • Was passiert bei der Konfrontation mit der Diagnose Brustkrebs?
  • Was passiert, wenn ich nicht zur Untersuchung gehe?

Die Ärztin der pro familia Heidelberg, Frau Dr.I.Wirth, beantwortet Ihre Fragen und gibt Ihnen die Informationen, die Sie brauchen, um eine individuelle informierte Entscheidung zum Mammographie-Screening zu treffen.

Beratungstermine können Sie unter Telefon 06221/184440 vereinbaren.